ICH, IST EIN BERG UND EIN FLUSS

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ICH,
IST EIN BERG
UND EIN FLUSS

DAS STÜCK

 

Alles ist im Fluss. Besonders an Tagen, die sich fluide aber zäh dahinschlängeln, setzen wir uns neu mit Raum und Zeit auseinander:


Was bringt uns in den Fluss oder Flow, formt unseren Körper und unser Selbst?
Wie ist der feste Kern beschaffen, den man in sich zu tragen glaubt?
Und wo ragt das Ich aus dem Strom der Zeit?

 

Mit unserer neuen Produktion entdecken wir den Menschen als Landschaft, Teil der Umgebung und als Material.

 

Wir behaupten unsere Identität einzigartig und solitär, als wäre das Ich ein Felsen, der sich kantig von seiner Umgebung abhebt. Und doch sind wir ganz Welle oder Fluss: unzertrennbar verankert mit den Menschen, Orten und sozialen Räumen, die uns umgeben, die wir gestalten und die uns prägen. In unseren Gliedern hallen aufgenommene Erfahrungen und Worte wider, sie verbinden sich mit den Bauplänen und Funktionen unseres Körpers. Wir sind Knochen, Organe, Haut, und dann wieder fließender Atem, Bewegung, Sprache. Im Tanz und mit den Mitteln der Malerei verorten wir dieses Selbst.

 

In „Ich, ist ein Berg und ein Fluss“ arbeitet Marion Dieterle erstmals ohne das Korsett einer fixen Choreografie. Im so geöffneten Raum kann ständig Unerwartetes passieren. Macht die offene Struktur Einzigartigkeit und Prägung mehr oder weniger sichtbar? Auf welche Strategien und Ebenen können wir zugreifen, um die Möglichkeit des Moments zu nutzen?

 

„Mit dem Eintritt in die zweite Lebenshälfte stehe ich zwischen Geburt und Tod,
in der Mitte zwischen unschuldigem Neugeborenem und greiser Vergänglichkeit.
Als Mutter und Tochter ist die Fragilität des Seins zum Greifen nah.“

 

Malerei und Tanz, Farbe und Körper verbinden sich im Raum in einer expressiven Wanderung, verschmelzen zu einem Kern, bersten auseinander, bezwingen einander wie Naturgewalten und behaupten ihr unbezähmbares Eigenleben.
Das Stück lädt zur Reise durch den Körper ein, als Landschaft von Erzählungen über uns und unsere Beziehung zur Welt.

 


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DIE AUSSTELLUNG

 

Im Rahmen des Arbeitsprozesses mit „Ich, ist ein Berg und ein Fluss“ entstand ein umfassendes malerisches Werk. Ausgewählte Kunstwerke sind in der Ausstellung zur Performance zu sehen.

 

Gedanken zu “slowly pushing”, Acryl auf Leinwand

 

“With the morning comes the light. It travels.

Diving, my eyes glide over surfaces, light and colour – “slowly pushing” is an ode to the Umbrian landscape.

I let my gaze wander along the horizons and enjoy their pleasant expanse.

The surfaces of the fields, the woods and meadows, they shine, they come close and back up far away.
They warm up in the light and cool down under sporadic clouds.

This vastness, this space, I can see it, feel it, taste it. I am grateful for this moment of dance between earth and sky.”

Team:

Künstlerische Leitung, Tanz, Choreografie, Malerei & Set: Marion Dieterle | Künstlerische Begleitung, Set & Kostüme: Julia Stefanovici | Musik: Ralf Freudenberger | Licht: Garlef Keßler | Ausstellung & künstlerische Begleitung: David Komander, Marla Kozaczka | Filmdokumentation: Barbara Schröer, Cecilia Gläsker-Venn | Foto: Ingo Solms | Grafik: Peter Steinmetz | PR: Heino Schütten | Text: Anika Lecomte, Nelly Winterhalder

Wir danken unseren Förderern und Unterstützern:

dem Kulturamt der Stadt Köln, der Bezirksregierung Köln, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, dem NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, dem Förderprogramm #takecare des Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, dem iDAS NRW, der Association Château de Monthelon und den ehrenfeldstudios Köln.

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